Zukunftsforscher in Sachen Energie
Freitag 4. September 2009 von Gaby Schäfer
Licht durch leuchtende Tapeten – das ist der Zukunftstrend am Fraunhofer Institut in Dresden. Für diese Zukunftsbranche gibt es einen neuen Reinraum für die Lampen der Zukunft. „Oled“ heißt hier das Zauberwort für das Licht Zukunft. In sanften Tönen leuchten die Wände und der Fußboden passt sich dem Gemütszustand an. Vieles wird bei dieser Zukunftsforschung in einigen Jahren schon Realität sein. Organische Leuchtdioden werden bald Glühlampe und Leuchtstoffröhre ablösen.
Im Reinraumlabor wird ein leuchtender „Kunststoff“ hergestellt, der in verschiedenen Farbvarianten und stärken leuchten kann wie sie ein Computermonitor darstellen kann. Diese Oleds verbrauchen deutlich weniger Energie. Reinräume sind für die Forschung einfach unentbehrlich. Hier sind die Arbeiten fast wie in der Mikroelektronik. Organische Stoffe gehören hier zu den Zutaten. 1500 Quadratmeter misst hier das Arbeitszimmer und der alte Reinraum aus DDR – Zeiten wird umgebaut. Maschinentechnik soll hier Oleds in kleinen Serien herstellen. Oleds sind dünne Schichten,
die aufgewalzt, aufgedampft oder auch mit Tintenstrahldrucker aufgedruckt werden können. Diese Reinraumtechnik soll künftig auf große Flächen aufgedruckt werden. Die Bedingungen sind in Dresden günstig. Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Produktion sind an einen Ort möglich. Bei der Forschung geht es weiter um organische Displays für Anlagen, Autos und Handys. Oleds sind auch für Flachbildschirme vorgesehen. Licht findet als Bild, Information und als Werkzeug Anwendung. Winzige Beamer werden hier entwickelt.
Hier führt auch eine Datenautobahn in die Klinik. Medizin, Physik und Chemie bilden hier eine Einheit. Ein ganzes Schlaflabor ist hier in einen winzigen Kästchen. Von Sensoren am Körper gehen hier Daten an einen Minirechner. Der Blutdruck von Patienten kann überwacht werden. Die Pulsmessung findet künftig in einem Pflaster statt. Sensoren sollen Blutzucker, Blutzusammensetzung und Laktat messen, ein wichtiger Wert für die Sportmedizin. Ohne einen Tropfen Blut wird dies optisch gemessen, über einen Sensor an der Fingerkuppe. Beim EKG werden die Sensoren unsichtbar in einem T-Shirt sein. Langzeitmessung der Herzfunktion sind möglich ohne den Tagesablauf zu beeinflussen. Das T-Shirt ist schon in Nutzung. Bei Feuerwehr, Polizei und Personenschutz werden die Körperfunktionen überwacht. Bei Rauchgas und Hitze schlägt ein Sensor Alarm und gibt eine Warnung an die Einsatzleitung. Das Knowhow vom Menschen soll auch in die Umwelt gebracht werden. Stoffwechselanalyse, Gasanalyse und Temperaturüberwachung braucht die Umwelt ebenso. Dies alles hat mit Licht und Elektronik zu tun.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 4. September 2009 um 18:35 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.























