Die Räuber sind im Netz

Sonntag 30. August 2009 von Gaby Schäfer

Mit vielen Tricks versuchen Kriminelle im Internet an das Geld von onlinebanking Kunden zu gelangen. Etwa 30 Millionen Deutsche regeln ihre Bankgeschäfte im Internet. Für die Nutzer und auch die Banken ist es eine bequeme Lösung. Doch im Internet lauern Betrüger. Trickbetrüger und Virus – Programmierer suchen Lücken in der Sicherheit. Die Gutgläubigkeit von Anwendern wird ausgenutzt. Um an das Ersparte zu kommen, ist der einfachste Weg für die Internet-Gangster, die Zugangsdaten eines Bank-Kunden auszuspionieren, um im Namen des Kontoinhabers dessen Geld auf Auslandsbanken zu überweisen. Sehr erfolgreich sind die Betrüger hierbei mit dem so genannten Phishing. Dabei geben sie sich in gefälschten E-Mails etwa als Bank aus und fordern den Kunden auf, auf einen Internet-Link zu klicken, der scheinbar auf die Internet-Seite seiner Bank führt. Dort wird der Nutzer unter einem Vorwand aufgefordert, sein Passwort einzugeben. Phishing hat in der der letzten Zeit stark zugenommen. Deutlich seltener wenden Trickbetrüger Pharming an. Der Nutzer wird hier mit technischen Tricks auf eine falsche Internet-Seite umgeleitet, wenn er seine Bank aufrufen will. Das kann passieren, wenn er ein schädliches Programm wie etwa einen Trojaner auf seinen Rechner hat. Es kann den Computer so manipulieren, dass der Nutzer automatisch auf eine falsche Seite geleitet wird. Wenn es nicht bemerkt wird und die Eingabe von Pin und Tan erfolgt, haben die Gauner leichtes Spiel. HBCI lautet eine Antwort um sich besser zu schützen. Dieser Standard für elektronische Bankgeschäfte gilt als sicherer Weg, Onlinebanking zu betreiben. Der Nutzer identifiziert sich über eine Chipkarte, für die er ein Chipkartenlesegerät benötigt. Im Gegensatz zum Pin- und Tan – Verfahren sinkt somit die Betrugswahrscheinlichkeit. Der Betrüger bekommt zwar die Pin, für den Kontozugang benötigt er aber den Chipkartenleser. Damit wird das Pin-und-Tan-Verfahren überflüssig. Jedoch hat HBCI noch nicht überall das alte Verfahren abgelöst. Etwas sicherer ist auch das i-Tan-Verfahren. Das ergaunern einer einzelnen Tan hat für den Betrüger keinen Wert, da er nicht weiß, ob diese auch tatsächlich für die Legitimation einer Überweisung brauchbar ist.

Infos im Internet: www.bsi-fuer-buerger.de

Quelle: Auszug Saarbrücker Zeitung

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 30. August 2009 um 14:12 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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