Das ultimative „Spielzeug“ für den Mann
Donnerstag 3. Juli 2008 von Gaby Schäfer
Der Onlineauftritt vom Mercedesstern bietet ab September seinen super - Sportwagen SLR auch als Roadster an. Der neue Mercedes - Benz SLR Roadsters bietet Fahrzeugtechnik leistungsstark vom Feinsten. Das gilt aber auch für den Superpreis. Wer sich den Zweisitzer mit Flügeltüren gönnen will, muss dafür 493850 Euro hinblättern. Im neuen Mercedes SLR McLaren Roadster steckt auch Formel 1 Technik. Kein Wunder also, dass der Wagen 332 km/h schnell ist. Der Luxuswagen hat Flügel: als Türen und am Heck als Spoiler und Luftbremse. Er ist leistungsstark: von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden. Das sind Werte fast im Bereich der Formel 1, deren Gene auch reichlich in ihm stecken. Er wird bei McLaren gebaut, dem jüngst wieder erstarkten Formel-1-Partner von Mercedes Benz. Den schnellen Mercedes mit den berühmten drei Buchstaben – ein SLR gewann 1955 die Mille Miglia mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit 160 km/h. Ab September gibt es den Roadster noch spektakulärer im Auftritt, noch intensiver im Fahrerlebnis, noch teurer: 493850 Euro statt 446250 Euro für das geschlossene Pendant. Lange Haube, kurze Fahrgastzelle, noch kürzeres Heck und Türen, die sich auf Hebel-Zug seitlich aus- und dann hochstellen. Die Blicke der Umstehenden sind einem gewiss, auch einmal spöttisch, wenn das Herumwinden um die Hochkant-Tür und über die hohe Schwelle nicht gar so elegant ausfällt, vor allem bei geschlossenem Autodach. Offen gefahren entsteht selbst bei 200 km/h bemerkenswert wenig Zug – und geschlossen ist das „Spielzeug“ geräuscharm. Der Innenraum ist Gran-Turismo-üblich intim, der Kofferraum winzig: 204 Liter offen wie geschlossen. Ärgern kann es einen schon, dass selbst eine Jacke oder eine Wasserflasche in den Kofferraum müssen. Autos dieser Art kauft man, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, aus Freude am Besitz. Auf der Straße ist der SLR der König – wenn das Verkehrsrecht es zulässt. Meist ist es nicht möglich, es bleibt dann die Genugtuung, dass man könnte, wenn man dürfte. Der Mercedes deklassiert immerhin einen Porsche Turbo. Der SLR bollert, röchelt, brüllt und klingt gern so, als würde von seinen acht Zylindern einer streiken. Die Auspuff - Sidepipes münden seitlich hinter den Vorderrädern. Erfindergeist war nötig, die eimergroßen heißen Schalldämpfer so zu isolieren, dass sie die Kohlefaser - Karosse nicht zum Schmelzen bringen. Diese Karosserie ist die erste in Kleinserie, die weitgehend aus Carbonfasern CFK besteht, einem teuren und schwer zu verarbeitenden Material. Das leicht und stabil ist, aber ganz andere Produkteigenschaften hat als Stahlblech. Das Rennwagen - Cockpit besteht daraus, was die Sicherheit erstaunlich steigert. In der Technik unterscheidet sich der Roadster nicht vom McLaren- Coupes. Der von AMG entwickelte und gebaute 5,5-Liter-V8- Kompressormotor stellt 626 PS/460 kw bereit. Das höchste Drehmoment von 780 Nm wird zwischen 3250 und 5000 U/min erreicht. Der Normverbrauch des SLR ist bei 14,5 l Super Plus.
Quelle: Saarbrücker Zeitung
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